Arbeitskreis
Cultural Studies

Partizipation

Ruder

Partizipation findet sich schon seit geraumer Zeit als Schlagwort in den Cultural Studies; z. B. in Form des Begriffs der participatory culture. Mit Henry Jenkins hat dieser Gegenbegriff zur Konsumkultur konzeptionell v.a. Eingang in medien- und fan-orientierte Forschungsbereiche gefunden. Als Gegenstand der Urban Cultural Studies wird zum einen community participation in Stadtentwicklungsprozessen beforscht, zum anderen finden wissenschaftlich-künstlerische Aktivitäten in Form von co-creation und co-curation aktive Anwendung bei der Gestaltung. Des Weiteren haben Partizipationsformen vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeitsfragen in Politik und Politikwissenschaft eine neue Bedeutung für Beteiligungsprozesse erlangt. So sind nunmehr Citizen Science-Projekte nicht mehr auf naturwissenschaftliche Phänomene beschränkt, sondern genießen in den Gesellschaftswissenschaften große Beliebtheit. In der Bildung, insbesondere in der Hochschullehre, firmieren neben civic engagement nun neue Ansätze wie service oder auch engaged learning. Aus Blickrichtung der machtkritischen Cultural Studies schließt sich hier v. a. die Fragestellung an, welche cultural politics partizipative Prozesse – egal ob digital oder materiell – (über)formen und beeinflussen. Gleichwohl möchten wir gemeinsam auch darüber reflektieren, ob und wie sich Partizipation nicht nur als Forschungs- und Lehrgegenstand, sondern auch als Methodik für unsere Disziplin eignet.

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